Solarleitungen vorschriftsmäßig dämmen

 

Die Wärmedämmung von Solarverrohrungen ist wirtschaftlich, und anders als oft behauptet, auch vorgeschrieben. Da laut Bauministerkonferenz in die Berechnung der Wärmekosten auch die Anschaffungs- und Wartungskosten der Solaranlage einbezogen werden müssen (siehe EnEVaktuell Heft II/2012) ist Solarwärme also mitnichten kostenlos.

Die Wirtschaftlichkeit der Dämmung von solarthermischen Anlagen liegt bei einer Amortisationszeit von 2-3 Jahren, also weit unter der Nutzungszeit der Solaranlagen von 20 Jahren und mehr. Damit ist eine vorschriftsgemäße Dämmung unumgänglich.

 

Welche Konsequenzen hat eine Nichtbeachtung der EnEV-Vorschriften? Die Energie-Einsparverordnung ist eine gültige Rechtsvorschrift. Eine korrekte Dämmung ist somit auch an einer Solarthermie-Anlage keine optionale Zusatzleistung, sondern vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Ist die Wärmedämmung nicht vorschriftsgemäß, handelt es sich daher um einen Anlagenmangel.

Die Installationsbetriebe sind ihren Kunden gegenüber verpflichtet, diesen Mangel zu beseitigen. Dies gilt auch dann, wenn die Dämmung im Angebot nicht eigens aufgeführt wurde. Schlimmstenfalls können Bußgelder bis 50.000 Euro fällig werden. Solche Reklamationen sorgen für zusätzliche Arbeit und Ärger mit den Kunden.

 

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*Deutsches Institut für Bautechnik

 

Neben den von der Fachkommission Bautechnik herausgegebenen, abgestimmten Auslegungen zur EnEV werden von verschiedenen Stellen der Länder und des Bundes immer wieder spezifische Anfragen beantwortet. Nach Erörterung in der Projektgruppe EnEV der Bauministerkonferenz hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gegenüber der „Gütegemeinschaft Hartschaum e. V.“ zwei Sonderfragen zur Rohrleitungsdämmung wie folgt beantwortet:

 

1. Dämmpflicht von Rohrleitungen zwischen Solarkollektor und Speicher

 

„§ 14 Absatz 5 EnEV 2009 stellt Anforderungen an den erstmaligen Einbau und die Ersetzung von Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen. Zu den Wärmeverteilungsleitungen gehören auch die Leitungen, die Wärme von einem Wärmeerzeuger an Wärmespeicher weiterverteilen, und zwar auch dann, wenn die Wärme in diesen Leitungen nicht auf mehrere Speicher verteilt wird, sondern nur ein einziger Speicher als Wärmeabnehmer an diese Verteilung angeschlossen ist. Diese Sichtweise deckt sich auch mit der grundsätzlichen Beschreibung der Wärmebilanz in DIN V 4701-10 und DIN V 18599-5. Es ist mir auch nicht bekannt, dass dies für den klassischen Fall der Warmwasserbereitung mit Heizkesseln als Wärmeträger bezweifelt wird.

Diese Sichtweise muss im Grundsatz analog auch für Solaranlagen gelten, so dass die in Anlage 5 EnEV näher bestimmten Pflichten zur Dämmung von Rohrleitungen grundsätzlich auch für die Verbindung zwischen Solarkollektoren und Speichern gelten.

Die Energieeinsparverordnung lässt in § 25 Absatz 1 allerdings Befreiungen zu, soweit im Einzelfalle eine Härte vorliegt. Eine solche Härte kann darin bestehen, dass die zur Einhaltung der Anforderungen erforderlichen Aufwendungen nicht innerhalb der Nutzungszeit zu erwirtschaften sind. Im Einzelfall kann eine derartige wirtschaftliche Härte auch durch Energiepreise bedingt sein, die deutlich niedriger sind als üblich.
Wenn der Betroffene dies zur Begründung eines Befreiungsantrages darlegt, wird er die Energiegestehungskosten des Solarkollektors allerdings in gleicher Weise ansetzen müssen wie die anderer Systeme, die jeweils auch die Grundkosten enthalten, die der Energielieferant für die Errichtung und Unterhaltung seiner Anlagen auf die Abnehmer der Energie umlegt. Vor diesem Hintergrund ist zu bezweifeln, dass die durch Dämmung nach EnEV zu vermeidenden Energiekosten bei Solarkollektoren regelmäßig deutlich niedriger sind als bei klassischen Wärme erzeugern.“

 

2. Dämmpflicht von Rohrleitungen, die sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen vorgesehen sind

 

„§ 14 Absatz 5 EnEV 2009 stellt Anforderungen an den erstmaligen Einbau und die Ersetzung von Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen. Hierunter fallen im „Heizfall“ auch Wärmeverteilungsleitungen von Multisplitanlagen.
§ 15 Absatz 4 EnEV 2009 stellt Anforderungen an den erstmaligen Einbau und die Ersetzung von Kälteverteilungs- und Kaltwasserleitungen, soweit sie zu Anlagen nach § 15 Absatz 1 gehören (Klimaanlagen mit einer Nennleistung für den Kältebedarf von mehr als 12 kW und raumlufttechnische Anlagen, die für einen Volumenstrom der Zuluft von wenigstens 4 000 m3/h ausgelegt sind). Kälteverteilungsleitungen von Multisplitanlagen sind somit — für den Kühlfall — nur dann von den Anforderungen betroffen, wenn die Anlage selbst in den in § 15 Absatz 1 definierten Geltungsbereich fällt.

 

Damit kann also der Fall eintreten, dass für Leitungen von Multisplitanlagen sowohl eine Anforderung aufgrund von § 14 Absatz 5 als auch eine Anforderung auf Grund von § 15 Absatz 4 einzuhalten ist. Rechtssystematisch muss die Dämmung einer solchen Leitung zunächst also beiden Anforderungen genügen, ist also entsprechend der jeweils strengeren von beiden auszulegen. Das ist hier im Regelfall die Anforderung für den Heizfall aufgrund von § 14 Absatz 5; bei Leitungen, deren Wärmeabgabe durch freiliegende Absperreinrichtungen vom Nutzer beeinflusst werden kann, ist allerdings die Anforderung auf Grund von § 15 Absatz 4 strenger — sie erfordert auch in diesem Fall eine Wärmedämmschicht von mindestens 6 mm.

 

Die Betriebszeiten der Leitungen von Multisplitanlagen können allerdings im Heizfall — insbesondere dann, wenn im Gebäude ein weiteres Heizsystem installiert ist — von den üblichen Bedingungen bei klassischen Heizsystemen abweichen, nach denen die Anforderungen der EnEV bemessen sind. Erheblich kürzere Heizzeiten, aber auch geringere Temperaturdifferenzen zwischen Medium und Umgebung können im Einzelfall dazu führen, dass die Dämmpflicht für diese Leitungen aufgrund von § 14 Absatz 5 zu einer wirtschaftlichen Härte führt. Es bleibt in solchen Fällen unbenommen, die technischen und betrieblichen Unterschiede und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen im konkreten Einzelfall in einem Befreiungsantrag darzulegen, zum Beispiel mit dem Ziel einer Befreiung von einer am Heizfall orientierten, strengeren Anforderung.“

 

Quelle: Schettler-Köhler, Horst-P.: Sonderfragen zur Rohrleitungsdämmung nach EnEV, in: EnEV aktuell (2012), Heft 2, S. 18.

   
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